Artikel

Moses, Jesus und Martinus

von Ole Therkelsen

1. Die Geburt des humanen Prinzips bei den Pyramiden

Das Symbol, das der Cheopspyramide am allermeisten gleicht ist Das Welterlösungsprinzip, DEW1, Symbol Nr. 2. Der folgende Abschnitt zeigt klar, dass die Cheopspyramide in Bezug auf die Schaffung einer humanen Weltkultur bzw. einer humanen Weltmoral eine zentrale Rolle spielt. Die helle Seite des Lehrplans für die Menschheit, die im kosmischen Elternprinzip, dem Welterlösungs-prinzip, organisch eingebaut ist, hatte seinen Anfang vor 90.000 Jahren und wird seinen Abschluss in einigen tausend Jahren mit der Schaffung einer neuen Weltmoral erreichen, die im Prinzip eine reine christliche Moral ist. Dieser Lehrplan entspricht in Wirklichkeit gänzlich einem Lehrplan vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss, wie er vom Erziehungsministerium geplant wird.

Das Welterlösungsprinzip. Symbol Nr. 2

Die erste Humanisierung oder Vermenschlichung des primitiven Tiermenschen fand laut Martinus seinen Anfang ungefähr vor 90.000 Jahren bei den Pyramiden. Am bekanntesten ist die größte Pyramide, die Cheopspyramide, die das einzige noch bestehende der sieben antiken Weltwunder ist. Die heutige Naturwissenschaft vermutet, dass die Pyramide vor nicht mehr als 5.000 Jahren gebaut wurde.

In seinen Weihnachtsvorträgen sprach Martinus immer das Welterlösungsprinzip an, das in der Weise funktioniert, dass die in der Evolution älteren Brüder den jüngeren helfen. Hilfe kann durch geistige Mittel kommen oder mit der Geburt der Welterlöser und Propheten in physischer Form so wie Moses, Buddha, Jesus und Mohammed. In seinem Vortrag Weihnachtsstimmung, den er am 15. Dezember 1958 hielt, legte er dar, dass es nicht das tierische Prinzip ist, das den weihnachtlichen Geist bringt, sondern im Gegenteil das humane Prinzip, das in die Welt geboren wurde.

Martinus schreibt: „Diese gewaltige Geburt des göttlichen Prinzips begann vor ca. 90.000 Jahren, als die Menschheit von einigen großen Wesen befruchtet wurde, die auf der Erde inkarnierten. Sie legten auch die Grundprinzipien für die gesamte materielle Wissenschaft in den Pyramiden in Ägypten nieder. Ich will darauf nicht näher eingehen, aber es war eine Geburt, bei der die ersten menschlichen Zustände geboren wurden. Damals waren die Menschen eine Art Tiermenschen, einige waren allerdings so reif, dass man auf sie einwirken konnte, so dass die Humanität wachsen konnte.” (Dänischer Kosmos, Nr. 12/1992).

Martinus sprach von drei Ereignissen von großer Wichtigkeit für die Entwicklung der Menschheit, nämlich das Pyramiden-Ereignis, das Moses-Ereignis auf dem Sinai mit den Zehn Geboten und das Christus-Ereignis mit der Kreuzigung.

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2. Das Moses-Ereignis auf dem Sinai mit den Zehn Geboten

Martinus zufolge sind kosmische Erleuchtungsblitze unmittelbare Erlebnisse des göttlichen Feuers bzw. das geistige Licht, das die Bibel „Heiliger Geist“ nennt. Es war dieser Geist Gottes, der Moses im „brennenden Busch“ erschien und der Elias in den Himmel hob. Es war das „Feuer“, in dem Jesus auf dem Berg verklärt wurde, das „Feuer“, das über den Köpfen der Apostel erschien und später Saulus auf der Straße nach Damaskus in Paulus verwandelte. (Zur Geburt meiner Sendung, 1. Kapitel). Auf Martinus’ eigenes Erlebnis des göttlichen Feuers in Form „der weißen Feuertaufe“ und „der goldenen Feuertaufe“ wird im 1. Kapitel in meinem Buch „Martinus und die neue Weltmoral“

Bei einem kosmischen Erleuchtungsblitz kann man ein geistiges Licht, ein Feuer, ein Gefühl von Glück und Seligkeit erleben, aber man kann ebenso eine intellektuelle Wahrnehmung oder Erkenntnis haben, die man nie zuvor gehabt hat. Typischerweise kann man bei einem kosmischen Erleuchtungsblitz erleben, dass man ein ewig existierendes Lebewesen ist. In der Folge eines persönlichen Erlebens der Unsterblichkeit und Ewigkeit ändern sich das Leben und das Verständnis des Lebens tiefgreifend. Unter anderem schwindet die Angst vor dem Tod völlig.

Im „Livets Bog 5“ ist Martinus der Auffassung, dass das Gesetz des Moses im höheren Grade die Liebe zur Familie und das Fortpflanzungsprinzip förderte als die Nächstenliebe. Aufgrund der humanen Entwicklung der Menschen war daher das Alte Testament auf Dauer nicht zufriedenstellend und musste durch das Neue Testament ergänzt werden. Aber mit der fortgesetzten intellektuellen Entwicklung der Menschheit ist dieses mit Glaubensbekenntnissen und Dogmen für viele Menschen nicht mehr ausreichend und daher ist eine wissenschaftliche Erklärung des Neuen Testaments erforderlich.

Martinus: „Ist es nicht gerade diese Forderung, die gegenwärtig die Geisteswissenschaft erzeugt, die deshalb ein drittes und letztes Testament werden muss? – Nach diesem Testament braucht kein Mensch mehr die Anleitung anderer. Hier kann er ganz bis zur eigenen Einweihung oder geistigen Geburt geführt werden, wonach er selbst erhaben sein wird, eins mit dem Vater und dem Weltbild und somit selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (LB5, 1849).

Martinus betrachtete es nicht als Teil seiner Mission, Analysen über fliegende Untertassen zu schreiben. Zu einer Gelegenheit sagte er ebenfalls, dass er wohl eine Analyse über Uri Geller schreiben könnte, aber auch hier empfand er es nicht als Teil seiner Mission, dies zu tun.

Martinus hatte starke Vorbehalte gegenüber den fantastischen UFO-Filmen in den Kinos, aber er sprach über Materialisationen aus dem wahren Menschenreich. Er verwies auf drei Stellen in der Bibel, die sich auf solche Phänomene beziehen:

A. Die Berufung des Propheten in Ezechiel, Kapitel 1;

B. Das Moses-Ereignis auf dem Berg Sinai in Exodus, Kapitel 19;

C. Die Zerstörung von Sodom und Gomorra in Genesis, Kapitel 19.

3. Das sechste Gebot: Du sollst nicht töten

Der Grund, warum Martinus Analysen betreffend Fleischessen und Ernährung vorgelegt hat, liegt darin, dass das ganze Thema der Ernährung so wichtig ist. Er wollte den Weg heraus aus Schmerz und Leid aufzeigen – nicht nur in Bezug auf die Gesundheit, sondern auch in Bezug auf das Schicksal. Der irdische Mensch kann kein krankheitsfreies Dasein leben, solange seine Ernährung durch das Töten von Tieren erzielt wird. (Die ideale Nahrung, 26. Kapitel).

Zusätzlich zur Verstümmelung und Tötung von Tieren hat das Fleischessen auch Unfälle bei denen zu Folge, die Tiere als Nahrung für ihren Organismus verzehren. Sie befinden sich im Widerstreit mit dem Gesetz des Daseins selbst bzw. dem ewigen Gebot „Du sollst nicht töten“. (Die ideale Nahrung, 4. Kapitel).

In Wahrheit gibt es nur ein Gebot „Du sollst nicht töten“. Wenn man giftige Stimulantien konsumiert oder auch nur sich selbst mit einer Nadel sticht, hat man etwas getötet. Wenn man einen anderen betrübt, hat man ebenfalls etwas getötet. Die Menschen denken, dass es in Ordnung ist, Tiere zu töten und die Mikrowelt zu töten, dass es in Ordnung ist, den Leichnam zu begraben und ihn vermodern zu lassen. Aber es ist eine Verletzung des Gebotes.

4. Alle Menschen auf der Erde werden liebevoll und daher „christlich“ werden

Die Evolution gleicht einer Einbahnstraße. Der Erdenmensch wird unweigerlich ein Christus-Wesen werden. Für Martinus ist ein Christ zu sein keine Frage, ob jemand ein Gläubiger ist; ob jemand ein Protestant oder Katholik, Orthodox oder Mormone usw. ist. Ein Christ zu sein ist eine Frage, allliebend zu sein und die Seinsweise Christi zu praktizieren. Wenn ein Hindu, ein Muslim, ein Buddhist oder ein Materialist Christi Seinsweise praktiziert, dann ist er ein Christ!

Martinus: „Die Menschen auf der Erde sind noch nicht Christuswesen oder kosmisch geborene Buddhas geworden, noch haben sie verstanden, was ein wahrlich kosmisch geborener Christus oder Buddha bzw. der wahrhaftig vollkommene oder fertige Mensch nach dem Bilde Gottes ist.“ (LB7, 2432).

„Ein Christ zu sein“ bedeutet, allem was lebt zum Nutzen zu sein, Freude und Segen zu bringen, und das ist in Wirklichkeit ein interplanetares bzw. universelles Prinzip der Liebe. (Das intellektualisierte Christentum, 30-38).

In Genf besteht das Ökumenische Zentrum, ein Verband von über 2000 unterschiedlichen christlichen Konfessionen, die je für sich ihre eigene Interpretation des Christentums und der Kreuzigung vertreten. Opfer, Sünde, Gnade und Erlösung sind einige der Konzepte, die eine bedeutende Rolle in diesen Interpretationen spielen.

Martinus vertritt seine eigene kosmische Interpretation über die Bedeutung von Jesu Kreuzigung. Kurz gesagt ist der Kern Jesu Mission, dass er das Modell für den wahren Menschen sein sollte. Die vollkommene Seinsweise sollte den Völkern der Welt demonstriert werden. Die Krönung dieser Demonstration universeller Liebe war die Kreuzigung, wo Jesus, als er unter großen Schmerzen zu Tode gequält wurde, Liebe und Mitgefühl für seine Henker empfinden und sagen konnte: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23:34). Er konnte nicht nur diese Worte sagen, sondern er konnte von ganzem Herzen wirkliche Liebe zu seinen Henkern, diesen jüngeren Brüdern in der Entwicklung, fühlen.

5. Das Christus-Ereignis mit der Kreuzigung - ein kosmisches Erleuchtungsblitz der Erde

Die Kreuzigung stellt laut Martinus die größte Entfaltung universeller Liebe dieser Welt dar. In der Bibel wird erzählt, dass der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzweigerissen wurde. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. (Matthäus 27:51-53). Für Martinus waren es nicht die Toten, die sich aus ihren Gräbern erhoben, sondern Christus-Wesen auf der geistigen Ebene, die bestimmte Hellsichtige bei der Kreuzigung sehen konnten.

Die Kreuzigung war nicht weniger als ein kosmisches Weltereignis. Bis zur Kreuzigung war es logisch, Rache zu nehmen. Zahn für Zahn und Auge für Auge war das vorherrschende Prinzip. Aber nach der Kreuzigung war es nicht mehr logisch, sich selbst zu verteidigen und zu rächen, weil am Kreuz eine gänzlich neue Lösung demonstriert worden war. Mit der Kreuzigung hatte sich die Millionen Jahre alte kulturelle Basis vom Angriffs- und Verteidigungsprinzip zum Prinzip der Vergebung gewendet.

Martinus schreibt, dass das Erdwesen bei der Kreuzigung Jesu eben einen kosmischen Erleuchtungsblitz erhalten hat. Martinus sieht die Kreuzigung als einen Teil der Initiation des Planeten in das Kosmische Bewusstsein an (Das intellektualisierte Christentum, 27-29).

In seinen letzten Vorträgen sprach Martinus oft darüber, dass die Vorstellung von der Verteidigung die größte Geißel der Menschheit sei, also ihr größtes Problem. Nicht die Vorstellung von Vergebung sondern die Vorstellung von Verteidigung steckt hinter der ganzen militärischen Aufrüstung auf dem Planeten. Man glaubt, dass man das Recht hat, andere zu töten, wenn es um Verteidigung geht.

Den kosmischen Analysen zufolge resultiert die Vorstellung von Verteidigung in Verbindung mit zunehmender Aufrüstung in weiteren Weltkriegen. Aber letztlich wird der Krieg sinnlos erscheinen, weil nach jedem Krieg immer mehr Menschen sagen werden: „Kein Krieg mehr“. Krieg ist der Weg zum Frieden. Insofern sind wir Pazifisten Fabriken. Kriege sind Teil des göttlichen Plans. Mithilfe von Kriegen schafft Gott wahre Menschen nach seinem Bilde.

Gewisse Menschen und gewisse Länder werden vor Krieg beschützt sein, während andere es nicht sein werden. Wenn man nicht vor Krieg beschützt ist, dann ist dies so, weil für den weiteren Fortschritt in Richtung auf Vervollkommnung und Nächstenliebe mehr Erfahrungen von Krieg unerlässlich sind.

Aber schließlich wird jeder das Christus-Stadium erreichen, wo er sagen kann: „Wenn jemand von uns getötet werden sollte, möchte ich lieber derjenige sein, der getötet wird!“ Niemand besitzt größere Liebe als diejenigen, die ihr Leben für andere geben würden! Wenn jeder sich so wie Jesus verhalten würde, gäbe es keine Kriege mehr auf Erden.

In einer friedvollen Welt ist jeder Mensch eine Friedenszelle. Den größten Beitrag, den jemand zum Weltfrieden leisten kann, ist daran zu arbeiten, sich zu einer Friedenszelle zu machen. Man sollte nicht andere bekehren; man sollte sich selbst bekehren. Für den Einzelnen beinhaltet ein weites Feld an Arbeit die Vergebung für sogenannte Feinde, was all jene betrifft, die einen verärgern, die einen ablehnen oder einem Probleme bereiten.

Man soll nicht die Welt verändern. Man soll sich selbst verwandeln

6. Das große Gebot der Liebe: Liebet einander!

In der dänischen Kosmos-Ausgabe vom Januar 1934 schrieb Martinus einen Neujahrsgruß in Form eines Artikels, der von einer Zeichnung mit dem Text Liebet einander begleitet war, was das große Gebot der Liebe ist. (DEW4, Symbol Nr. 44).

Martinus beginnt den Artikel sehr poetisch, indem er die Erde mit einem kleinen Boot vergleicht, das über den weiten Ozean der Ewigkeit fährt. Dieses kleine Schiff treibt inmitten der Sterne. Es reist durch den Weltraum. Alle Lebewesen auf der Erde sind Passagiere, mit Menschen als den prominentesten. Auf dieser kosmischen Reise sind sowohl die Menschheit als auch der Planet auf dem Weg in etwa 3000 Jahren kosmisches Bewusstsein zu erlangen.

Dieser Artikel, der fünf Jahre vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geschrieben wurde, war geradezu ein Artikel zum „Tag des Jüngsten Gerichts“, aber er hat nun vielleicht eine neuerliche Brisanz gewonnen, da die Menschheit gut vor dem Ausbruch eines Dritten Weltkriegs stehen mag. Positiv zu vermerken ist, dass Martinus sagt, was die Menschen aus ihren Erfahrungen während fürchterlicher Kriege lernen, helfe dabei, die Welt auf eine höhere Christus-Ebene zu heben, und von einem geistigen Standpunkt aus, die Erde in eine neue kosmische Umlaufbahn zu schleudern. Martinus betrachtet den Tag des Jüngsten Gerichts nicht wie er von der Theologie angesehen wird; vielmehr sieht er in dem Tag des Jüngsten Gerichts einen symbolischen Ausdruck für eine Zeitepoche mit Kriegen und Katastrophen, wo wir aus unseren Erfahrungen lernen. Martinus schreibt, dass der Tag des Jüngsten Gerichts mit dem Ersten Weltkrieg begonnen habe, und dass er ungefähr 100 Jahren andauern werde.

Martinus: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand“. Aber die Zeit ist nahe. Tod, Sorgen und Leiden werden auf den Kontinenten der Erde wieder reichliche Ernte haben, Weinen und Zähneknirschen werden wieder kulminieren. Deshalb soll die göttliche Warnung ‚Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet’ mit erneuerter Kraft über die Welt erschallen. Sie sollte durch den Rundfunk der gesamten Welt erklingen, sie sollte in den Kralen der Zuludörfer, in den Hütten der Feuerländer und bis zu den nördlichsten Wohnplätzen der Einöde der Eisfelder zu hören sein, den ganzen Osten und den Westen hindurch. Es kann nicht laut genug ausgerufen werden, dass die Erde dem ‚Ende der Welt’ entgegeneilt. Alle sollten sich bereit machen. Ein großer Plan in der göttlichen Weltordnung muss zur Vollendung gebracht werden. Die Erde soll in eine neue kosmische Bahn geschleudert werden, in der alles, was nicht ‚Reinheit’, nicht Liebe ist, draußen bleiben muss. Die starken Vibrationen aus der Zone des Vaters lösen alle Einzelheiten auf, die nicht in der Liebe isoliert sind.“ (DEW4, 44.3).

Symbol Nr. 44, Liebet einander, © Martinus Institut 1981

Mit den kosmischen Sinnen kann man erfahren, dass die Struktur des Universums vollkommen ist, und dass Liebe der Grundton des Universums ist. Man kann erleben, dass alle kreativen Prozesse der Natur eine Freude und ein Segen für die Lebewesen sind, oder, prägnant ausgedrückt, dass „alles sehr gut ist“.

7. Eine mächtige religiöse Ankündigung bezüglich des endgültigen Sieges der Lehren Christi soll aus Dänemark kommen

Nostradamus (eigentlich Michel de Nostre-Dame) war ein französischer Arzt, Astrologe und Seher jüdischer Abstammung, der von 1503 bis 1566 lebte. In knapp einem Tausend Vierzeilern (Quatrains), in Gruppen von je hundert zusammengefasst, schrieb er eine lange Serie von Prophezeiungen und Vorhersagen hinsichtlich der Zukunft Europas in den nächsten 500 Jahren nieder, die er in Form von Visionen oder Offenbarungen erlebt hatte. Der dänische Direktor und Ingenieur Carl S. Billenstein (1860-1952) hatte das Buch Die Lösung zu den Prophezeiungen des Nostradamus (Opklaringen af Nostradamus profetier) geschrieben, das er in Dänisch als Privatdruck in Vejlesøvej, Holte veröffentlichte. Das Vorwort wurde am 25. August 1920 fertiggestellt, genau 7 Monate bevor Martinus im März 1921 kosmisches Bewusstsein erlangte. Nachstehend sind die ersten Zeilen der Einleitung des Buches abgedruckt.

Billenstein schreibt: „Man hat die Prophezeiungen von Nostradamus immer als seltsames und rätselhaftes Buch angesehen und war darauf vorbereitet, dass es Überraschungen enthält. Es gibt vielerlei Äußerungen in den Prophezeiungen, die sicherlich auf diese Weise interpretiert werden müssen, aber dass es ihre Bestimmung sein würde, der Welt eine ungeheure religiöse Ankündigung bezüglich des endgültigen Sieges der Lehren Christi zu bringen, dass dies im Jahr 1920 geschehen sollte, und mit dem Auftauchen der Prophezeiungen ist dies geschehen, dass dies erstmalig in unserem alten dänischen Vaterland angekündigt werden sollte, all dies geht sicherlich weit darüber hinaus, was sich sogar die gewagteste Phantasie hätte ausmalen können.” (Die Lösung, Seite 9).

Portrait von Nostradamus. Reproduktion eines Kupferstichs mit der Signatur „Poize Delineavit et Sculpsit“. Das Original hatte die Unterschrift „L’observ. Méd. Tom. 8“, die zeigt, dass dies eine Illustration ist, die zu einer größeren medizinischen Zeitschrift gehörte.

8. Die Reformation des Glaubens am Jüngsten Tag

Billenstein behauptet in seinem Buch, dass er die Prophezeiungen des Nostradamus, die in dem seltsamen alten Buch zu finden sind, das in den Jahren 1555-1558 veröffentlicht wurde, enträtselt hat. Er glaubt, dass diese Prophezeiungen in der Fortführung der Reformationsbewegung, die mit Martin Luther (1483-1546) begonnen hatte, eine Verkündigung der Reformation des Glaubens seien. (Die zwei Namen der Reformer, Martin und Martinus, sind Ableitungen von Mars, was u.a. für Revolution steht). Billensteins Interpretation zufolge soll die Botschaft dem nordländischen Glaubensbekenntnis gebracht werden und innerhalb der Domäne der evangelisch-lutherischen Kirche enträtselt werden. Der augenblickliche bewusste und weitgehende Verfall des Glaubens soll dem endgültigen Sieg der Lehren Christi vorausgehen. Zur gleichen Zeit soll die Menschheit von Krieg und Katastrophen heimgesucht werden, die die unvermeidbaren Folgen der Fehler der Menschen seien. Billenstein zufolge sind die Inhalte der Prophezeiungen daher eine Ankündigung des Jüngsten Tages, was so klar und eindeutig sei, dass es nicht wegerklärt werden könne. Große Schlachten und Kriege zwischen der muslimischen und der westlichen Welt würden bis zum Jahr 2034 stattfinden.

Ungeachtet der schlimmen Warnungen in unserer Zeit über Leiden, Zerstörungen und Weltkriege geben die Prophezeiungen ein Zeugnis für die Existenz einer ewigen göttlichen Gerechtigkeit, die alles und jedes leitet und lenkt. Indem man der allmächtigen Vorsehung vertraut kann man der Zukunft mit Zuversicht begegnen.

Die Prophezeiungen von Nostradamus sind in solche kryptischen Wendungen formuliert, dass sie normalerweise nicht verstanden werden können, bevor die Ereignisse stattgefunden haben. Der Sinn besteht nämlich nicht darin, dass wir die Ereignisse im Vorhinein kennen, sondern im Nachhinein können wir die Prophezeiungen als Zeugnis für den göttlichen Plan und die göttliche Vorsehung verstehen, die hinter allem stehen.

Billenstein schreibt: „Das, was uns in den Prophezeiungen vermittelt wird, ist eine göttliche Offenbarung, und sie wird in dieser seltsamen Gestaltung gegeben, damit wir uns von ihrer Richtigkeit überzeugt fühlen. Wir sollen ihre Wahrheit anerkennen und auf diese Weise dazu gebracht werden, an sie zu glauben, weil sie unsere Beziehung zu Gott verkünden.“ (Die Lösung, Seite 13-14).

Billenstein zufolge lehren uns die Prophezeiungen, dass wir in unseren Handlungen und Begründungen frei sind, so dass wir unsere Seele entwickeln können. Mannigfaltige menschliche und religiöse Erklärungen, Dogmen, Zeremonien und Regelungen können dabei helfen, die Verantwortung des Einzelnen gegenüber Gott zu beseitigen. Aber der Einzelne sollte seine Verantwortung einsehen und seinem Gewissen folgen. Es braucht keine anderen Gesetze als die Zehn Gebote vom Sinai und Christi Verkündigung des großen Gebotes, Gott und unseren Nächsten zu lieben.

9. Der endgültige Sieg der Lehren Christi – die Vollendung des Christentums

Billensteins Worte, dass von Dänemark eine mächtige religiöse Verkündigung ausgehen solle, die zum „endgültigen Sieg der Lehren Christi“ führen werde, sind in Bezug auf Martinus eigener Formulierung über „die Vollendung des Christentums“ gesehen sehr interessant. Aufgrund seiner Visionen während Ostern 1921 wurde Martinus tagesbewusst, dass sein Leben zur Vollendung des Christentums durch Logik und wissenschaftliche Analysen in einer neuen geistigen Wissenschaft aufgerufen worden war. (Siehe Kapitel 1.7).

Des Weiteren schreibt Martinus: „Der erste Teil dieses kosmischen Erlebniszustandes war eine direkte Vision von Christus, der mir zeigte, dass die Weiterführung und die Liebesstruktur des göttlichen Lichtes des Christentums durch mich der Menschheit offenbart werden sollte. [...] Ich sollte in dieser meiner physischen Inkarnation die höchste Weisheit, das fortdauernde Christentum, das ewige Licht, universelle Liebe, ‚Gottes Ebenbild‘ den Erdenmenschen vortragen. [...]

Aber die Zeit ist nun gekommen, wo die Menschheit anfängt sich nach dem zu sehnen, was zu jener Zeit zurückgehalten und unterbrochen wurde – die göttliche Weisheitsoffenbarung von Jesus Christus. Und es ist diese Weisheit, die nun intellektualisiert werden soll und eine Erneuerung und Basis für die Weltmission der Christenheit als Grundlage des Lebens für die jetzt beginnende neue Weltepoche werden soll. Und es war diese Intellektualisierung und Erneuerung des Christentums, was mir durch kosmisches Bewusstsein zu verstehen gegeben und mitgeteilt wurde, dass es vollbracht werden sollte.“ (Das intellektualisierte Christentum, 2).

10. Steiners Prophezeiungen über den neuen Weltlehrer

Rudolf Steiner (1861-1925) engagierte sich zunächst in der theosophischen Bewegung, löste sich jedoch schon 1912 davon, da er mit den Theosophen und Annie Besant bezüglich der Frage um Krishnamurti nicht übereinstimmte. Er glaubte nicht, dass Krishnamurti der neue Christus oder der Welterlöser seine könnte.

Steiner gründete seine eigene Anthroposophische Gesellschaft und zu Anfang glaubte er möglicherweise, dass es die Anthroposophie wäre, die die Welt erretten sollte. Später war er sicherlich etwas enttäuscht, und er hatte außerdem Probleme, mit anderen in der Vereinigung, die er selbst gegründet hatte, zusammenzuarbeiten. Gegen Ende seines Lebens realisierte er, dass es nicht die Anthroposophie war, die die Welt erretten sollte. Seine Visionen zeigten ihm, dass die Errettung aus Dänemark kommen würde.

Bernhard Løw (1843-1931) war viele Male Steiners Gast während dessen letzten Jahren im Zentrum der Anthroposophen in Dornach in der Schweiz gewesen. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1925 hatte Steiner eine Vision, von der er Løw in seinem letzten Gespräch vor Løws Rückreise heim nach Dänemark berichtete.

Steiner sagte: „Ich sehe, wie sich die Wolken über Ihrem Vaterland, Dänemark, teilen. Hier wird in wenigen Jahren ein neuer Weltlehrer hervortreten. Da er dann Hilfe nötig hat, wäre es wunderbar, wenn ihm jemand helfen könnte.“ (Martinus Erinnerungen, Seite 75).

Die Anthroposophen streiten darüber, ob Steiner Løw dies gesagt haben könnte, weil in Dornach keine schriftlichen Dokumente darüber existieren. Das schließt jedoch nicht aus, dass es mündlich übermittelt worden sein könnte. Bernhard Løw nahm es als Befehl, dass er dem neuen Weltlehrer in Dänemark helfen sollte. Nach seiner Heimkehr führte er diesen einfachen und praktischen Befehl aus, indem er einen Kreis von jungen Schülern im richtigen Alter um sich sammelte. Gemäß Steiner musste man damit rechnen, dass der neue Weltlehrer seine Einweihung im Alter von etwa 28-32 Jahren empfangen würde. Sie trafen sich oft sonntags in Bernhard Løws großer Villa in der Kirkevey 23 in Ordrup, im Norden von Kopenhagen.

In den ersten sieben Jahren nachdem Martinus kosmisches Bewusstsein erlangt hatte, lebte er völlig unbemerkt. Es war erstmals im Jahre 1928, drei Jahre nach Steiners Tod, dass er zu fühlen begann, dass nun die Zeit für die Veröffentlichung seines Werks reif sei. Im September 1928 schrieb er einen Brief an den Direktor des Warenhauses „Magasin du Nord“ in Kopenhagen, Carl Vett, der für sein Interesse an spirituellen Themen bekannt war, und Vett verwies Martinus an den alten weisen Mann Bernhard Løw, den Leiter der Anthroposophischen Gesellschaft in Dänemark.

Nachdem der Kontakt hergestellt war, wurde Martinus mehrfach an Sonntagen zu Løw eingeladen, um seine Symbole zu zeigen und über das ewige Weltbild zu sprechen. Løw war der Meinung, dass Martinus durchaus der neue Weltlehrer sein könnte. Es passte zu Steiners Beschreibung, dass Martinus kosmisches Bewusstsein erlangt hatte, als er gerade 30 Jahre alt war. Bernhard Løws erster Schüler wurde sehr eifersüchtig und sagte, dass nicht Martinus die neue Weltlehre hervorbringen sollte. So fragte ihn Løw: „Kannst du diese Symbole zeichnen?“ – Nein, er konnte es nicht. – „Also, dann ist es tatsächlich Martinus, der das tun soll“, sagte Løw.

Bernhard Løw wurde in diesen ersten schwierigen Jahren einer der loyalsten und hilfreichsten Freunde von Martinus und übernahm den größten Teil der Kosten für die Publikation der ersten Bandes des Livets Bog, der jedoch nicht vor 1932 herauskam, ein Jahr nach Løws Tod.

Rudolf Steiner (1861-1925)

11. Steiners Prophezeiungen über „Die ätherische Wiederkunft Christi“

In einem Brief mit Datum vom 16. Oktober 1929 an Martinus’ ersten Sekretär und Lektor, Erik Larsson (1907-1973), wies Bernhard Løw darauf hin, dass es eine zweite Prophezeiung von Rudolf Steiner über die Wiederkunft Christi gab, die in dem Steiner Zyklus 1909-1910 veröffentlicht wurde. Løw erklärt, dass gemäß Steiner um das Jahr 1930 herum ein Hoch-Eingeweihter erscheinen wird, der „Christus in ätherischer Gestalt“ bekunden wird. (Vortragszyklus „Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewusstseins“, 7 Vorträge, Berlin 25. Oktober 1909 - 8. Mai 1910 (GA 116), Erstveröffentlichung: Berlin 1921 (Zyklus XVII) und den Einzelvortrag „Das Wiedererscheinen des Christus im Ätherischen“, Stuttgart, 6. März 1910 (GA 118), Dornach 1936).

Nachdem Martinus eine Anzahl privater Vorträge gehalten hatte, hielt er seinen ersten öffentlichen Vortrag „Ein neuer geistiger Weltimpuls“ am 1. Dezember 1930 in der Halle der Hochschulvereinigung (Højskoleforeningen, Forhåbningsholms Allé 18, 2000 Frederiksberg, Kopenhagen). Vor dem Vortrag hatte Martinus auf jedem Stuhl eine Broschüre mit dem Titel Einführende Informationen über meine geistige Arbeit gelegt. Diese Broschüre wurde für die Nachwelt sorgfältig aufbewahrt und als Artikel Nr. 2 in Artikelsammlung 1 nachgedruckt.

Im Zusammenhang mit dem ätherischen zweiten Kommen Christi ist es von großem Interesse, dass Martinus selbst betont hat, dass das zweite Kommen Christi sich nicht so ereignen wird, dass Menschen Christus wieder in physischer Gestalt folgen. Er wird weder in der Wüste noch im Haus zu finden sein (Matt. 24:26).

Das zweite Kommen Christi wird in der Art des „Geistes der Wahrheit“ oder „der Beistand, der Heilige Geist“ geschehen, sprich als eine Geisteswissenschaft. Martinus hat dieses Thema im Detail im 1. Kapitel „Das zweite Kommen Christi“ in dem Buch Das Intellektualisierte Christentum behandelt (Posthum veröffentlicht 2004).

Das Werk Das dritte Testament kann so als Ausdruck des zweiten Kommens Christi gelten. So wie Christus geradeheraus sagt, wer er ist, so sollte auch der neue Weltlehrer geradeheraus sagen, wer er ist und was er ist, und das, so kann man sagen, hat Martinus mit großer Autorität getan. Er hat sich nicht versteckt. Martinus sorgte dafür, dass in der Zukunft kein Zweifel daran bestehen sollte, ob er dies gesagt habe oder nicht.

In seiner Ansprache am 11. August 1979 an seinem 89. Geburtstag sagte Martinus geradeheraus, dass seine gesammelten Werke Das dritte Testament die Erfüllung der Prophezeiung vom zweiten Kommen Christi sei.

Martinus schreibt: „Nun habe ich die Berechtigung zu sagen, Das dritte Testament ist Der Beistand, der Heilige Geist.“ (Dänischer Kosmos, Nr. 7/2008).

12. Das dritte Testament – Das intellektualisierte Christentum

Martinus sah sein Werk nicht nur als eine Geisteswissenschaft, eine Kosmologie und ein ewiges Weltbild an, sondern meinte auch, dass dies ein auf Wissenschaft basierendes oder intellektualisiertes Christentum sei.

Das Christentum war er tatsächlich in seinem Anfangsstadium eine Religion, aber Martinus zufolge wird es zu einer Wissenschaft, ja zu der Weltwissenschaft selbst werden, die die ganze Welt zusammenführen wird. Es wird Religion und Wissenschaft vereinigen, und es wird das Herz und den Verstand genauso vereinigen wie die Denkweisen des Ostens und des Westens. Wenn die ewigen Analysen in das Christentum hineinkommen, wird man sehen, dass das Ganze mit der Liebe und der Unendlichkeit zusammenpasst, und dann, meinte Martinus, wird das Christentum zur Wissenschaft und nicht länger eine Sache des Glaubens sein.

Diese Wissenschaft der Liebe wird beweisen, dass alles im Endergebnis das Bibelwort bekräftigen wird: „Alles ist sehr gut“. Martinus meint also, dass es richtig ist, wenn man in der Bibel nach der Erschaffung des gesamten Weltalls Gott aussprechen lässt: „Siehe, alles ist sehr gut.“

Martinus setzte sein Werk in Beziehung zu den beiden früheren Testamenten der Bibel, indem er seiner gesamten Geisteswissenschaft die Bezeichnung Das Dritte Testament gab, weil er seine Arbeit als eine Fortsetzung der „Christus-Mission“ ansah. Martinus erklärte, dass sein Werk Das dritte Testament identisch mit dem intellektualisierten, unsterblichen Christentum sei, das das künftige Lebensfundament der Menschheit sein und die Grundlage für eine neue Moral der Welt bilden werde.

Martinus war der Auffassung, dass diese neue Geisteswissenschaft der „Geist der Wahrheit“ bzw. „der Beistand, der Heilige Geist“ sei, der entsprechend der Prophezeiung Christi über die zukünftige Erneuerung des Lebens durch das Christentum kommen sollte:

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14, 26).

„Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.“ (Johannes 16,12-15).

13. Martinus und die neue Weltmoral

Im Zusammenhang mit seiner Vortragstätigkeit und seiner Arbeit bei der Einrichtung des Martinus- Instituts (Mariendalsvej 96, 2000 Frederiksberg, Kopenhagen) sowie des Martinus-Centers (Klintvej 69, Klint, 4500 Nykøbing, Sjælland) stellte Martinus sich selbst oft die Frage: „Woran arbeiten wir eigentlich?“, und in einem Vortrag, den er im Juni 1975 hielt, antwortete er: „In der Tat ist es so, dass es um die Weltmoral geht. Tatsächlich geht es genau um die Weltmoral.“ (Dänischer Kosmos, Nr. 7/2004).

Martinus arbeitete also an eben dieser Weltmoral, die auf absoluter Wahrheit und absoluter universaler Liebe gegründet ist. Rein akademisch oder philosophisch gesehen kann es sehr interessant sein, Martinus’ Spirituelle Wissenschaft zu studieren, weil sie neue und bislang unbekannte Lösungen zu vielen philosophischen und erkenntnistheoretischen Problemen bietet; aber seine Arbeit hat außerdem ein ganz anderes praktisches Ziel, nämlich zur Schaffung einer neuen Weltkultur beizutragen, die auf einer neuen Weltmoral beruht.

Martinus’ Arbeit hat also ein globales Ziel, und auf diesem Hintergrund erscheint er als ein Welterlöser, ein Welterneuerer oder Weltlehrer. In den unterschiedlichen Heiligen Schriften innerhalb von Hinduismus, Buddhismus, Islam, Judentum, Christentum und anderen Religionen kann man Prophezeiungen über das Erscheinen oder die Wiederkehr eines großen Weltlehrers lesen.

Im Zusammenhang mit seinem zweiten Kommen in den letzten Tagen erklärte Christus, dass viele falsche Propheten erscheinen würden. Einige davon würden sich sogar als Christus selbst ausgeben.

Christus warnt: „Wenn dann jemand zu euch sagen wird: ‚Siehe, hier ist der Christus!’, oder: ‚Da!’, so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten. Siehe, ich habe es euch vorausgesagt. Wenn sie also zu euch sagen werden: ‚Siehe, er ist in der Wüste!’, so geht nicht hinaus, ‚Siehe, er ist drinnen im Haus!’, so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“ (Matthäus 24:23-27).

Jesus sagte ihnen: „Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: ‚Ich bin's’, und werden viele verführen.“ (Markus 13:5-6).

Die große Frage ist daher, wie ein Welterlöser oder Weltlehrer die Weltbühne in modernen Zeiten betreten würde und wie man sicher sein kann, ob man einem echten Weltlehrer oder einem falschen Propheten gegenüber steht.

Übersetzung Christoph Schönhofer

Willkommen zu den Vorträgen von Ole Therkelsen

Youtube Playlist

Vorträge zum anhören

https://oletherkelsen.dk/international/deutsch/vortrage-auf-deutsch

Intuition und kosmisches Bewusstsein Bonn, Alb. Sch. Haus, 05.03.2005

Das Gebet als Wissenschaft Bonn, Alb. Sch. Haus, 06.03.2005

Der Sinn des Lebens, Herzberg am Harz, ICH, 07.03.2005

Verliebtheit, Freundschaft and Liebe, Herzberg am Harz, ICH, 08.03.2005

Unnatürliche Müdigkeit, Herzberg am Harz, ICH, 09.03.2005

Schlaf, Träume und Tod, Herzberg am Harz, ICH, 11.03.2005

Die Macht der Gedanken Neuwied, Heimbach-Weis, 17.11.2005

Die Weltsituation und das Erdballwesen Bonn, Alb. Sch. Haus, 18.11.2005

Die Kosmologie, das Center und Institut Martinus Center, Klint 01.08.2006

Erbe und Umwelt Martinus Center, Klint 08.08.2006

Eine Reise in die Mikrowelt Bonn, Alb. Schw. Haus, 22.09.2006

Martinus, Darwin und Kreationismus Neuwied, Heimbach-Weis, 23.09.2006

Das Dritte Testament Martinus Center, Klint, 31.07.2007

Martinus-Erinnerungen Martinus Center, Klint, 08.08.2007

Der Sinn des Lebens Forum Zeitnah, Kiel, 12.03.2008

Fragestunde, Sinn des Lebens Forum Zeitnah, Kiel, 12.03.2008

Gebet, Kreativität und Sexualität Schleswig, 13.03.2008

Fragestunde – Gebet Fahrdorf/Loopstedt, Schleswig, 13.03.2008

Die neue Weltmoral Klint, 04.08.2010

Homoseksualität und Allliebe, Klint, 11.05.2011

Deutsch: www.amazon.de – Ole Therkelsen Seite – und Author Profil

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https://www.amazon.de/dp/8793235046/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1487681336&sr=1-2

Demnächst sind meine Bücher auch bei der Bayerischen Staatbibliothek auszuleihen.

https://opacplus.bsb-muenchen.de

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Martinus und die neue Weltmoral

Ole Therkelsen

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